Wege zur elektrischen und nachhaltigen Unternehmensmobilität

Über das Projekt

Wege zur elektrischen und nachhaltigen Unternehmensmobilität

Unternehmen haben einen großen Einfluss auf den Fahrzeugmarkt. Über 60 Prozent aller Pkw-Neuzulassungen in Deutschland sind für Betriebsflotten bestimmt, vom Mini bis zur Oberklasse. Doch bisher gibt es nur wenige Pioniere, die bei der Beschaffung konsequent auf Elektromobilität und Nachhaltigkeit setzen. Hier setzt das Projekt compan-e an.

Ziel ist es, Wege zu einer elektrischen und nachhaltigen Unternehmensmobilität aufzuzeigen. Dafür sind vor allem drei Maßnahmen geplant:

  • Wissenschaftliche Begleitung von ausgewählten Unternehmen,
  • Vernetzung der Partnerunternehmen untereinander, mit weiteren Unternehmen, sowie mit Expertinnen und Experten,
  • Erstellung von Informationsmaterial und Aufbau von Kommunikationsstrukturen, damit weitere Unternehmen von den Erfahrungen aus den Praxisbeispielen profitieren können, auch über das Projekt und seine Laufzeit hinaus.

Die teilnehmenden Unternehmen decken ein breites Branchenspektrum ab: Verkehr (Deutsche Bahn), Energieversorgung (EnBW), Facility Management (Gegenbauer), Versicherung (R+V), Kommunikation (Telekom Mobility Solutions). Sie haben sich verbindlich zum Ziel gesetzt, den Anteil an elektrischen Fahrzeugen in ihrem Fuhrpark deutlich zu erhöhen und ihre Mobilität nachhaltiger zu gestalten, zum Beispiel durch die Optimierung von Arbeitsschritten und die Verknüpfung verschiedener Verkehrsträger.

Das Vorhaben wird durch das Öko-Institut geleitet und wissenschaftlich begleitet. Durch die Beteiligung der Agora Verkehrswende und der Stiftung 2° werden die Erkenntnisse aus dem Projekt nicht nur für andere Unternehmen zugänglich gemacht, sondern auch in die öffentliche Debatte und die Weiterentwicklung der gesetzlichen Rahmenbedingungen eingebracht.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert.

Projektpartner


Meldungen

Berlin
03. März 2020

Auftaktworkshop: Elektromobilität in Unternehmensflotten

Zum Auftakt des Projekts compan-e kamen die Projektpartner am 5. März in Berlin zusammen, um über die Perspektiven für Elektromobilität in Unternehmensflotten zu diskutieren und die ersten Schritte abzusprechen. Öko-Institut, Agora Verkehrswende und Stiftung 2° führten in das Projekt ein. Die fünf beteiligten Unternehmen – Deutsche Bahn, EnBW, Gegenbauer Facility Management, R+V Versicherung, Telekom Mobility Solutions – stellten vor, welche Rolle die Elektromobilität bereits in ihren Fuhrparks spielt und was sie sich für die kommenden Monate vorgenommen haben.

Die Beiträge machten deutlich, dass die Beteiligten ein großes Interesse an der branchenübergreifenden Zusammenarbeit haben. Der ganzheitliche Ansatz ist bei allen fest verankert. Es geht ihnen nicht nur darum, den Anteil der Elektrofahrzeuge in ihren Flotten zu erhöhen, sondern auch die dafür nötigen Ladeinfrastrukturen zu schaffen und darüber hinaus ihre Mobilitätssysteme nachhaltig auszurichten – von Alternativen zum Dienstwagen über Dienstreiseregelungen bis zur Verknüpfung von Elektroauto, Fahrrad, Bus und Bahn.



Webinar
06. Mai 2020

Internationale Perspektiven der Elektromobilität in Unternehmen

Elektromobilität ist ein zentrales Element auf dem Weg hin zu einem klimaneutralen Verkehrssektor und spielt daher auch im Rahmen der nächsten UN-Klimaschutzkonferenz (COP26) unter britischer Schirmherrschaft eine bedeutende Rolle. Unternehmen können mit ihren großen Fuhrparks Einfluss auf den Fahrzeugmarkt nehmen und somit wichtige Impulse für die Entwicklung der Elektromobilität und die Verkehrswende geben.

Das Webinar des Projekts compan-e vom 6. Mai 2020 informiert über internationale Erfahrungen und Beispiele von Unternehmen, die auf Elektromobilität umstellen. Christian Hochfeld, Direktor der Agora Verkehrswende, führt durch die Veranstaltung. Die Präsentationen kommen von:

  • Sandra Roling und Veronika Hofmann, beide von The Climate Group: „EV100: Unternehmen als Vorreiter der Elektromobilität“ (Deutsch)
  • Tomas Björnsson, Vice President E-mobility, Vattenfall: „Fossil Free Driving Within One Generation” (Englisch)
  • Olaf Schulze, Director of Energy Management, Metro: „Mobility Concept Metro” (Deutsch)

EV100 ist eine globale Initiative der internationalen Nichtregierungsorganisation The Climate Group, in der sich zukunftsorientierte Unternehmen zusammengeschlossen haben, um den Übergang zur Elektromobilität zu beschleunigen. Rund 70 namhafte Firmen wie Deutsche Post DHL, Ingka Group (IKEA), HP Inc. und Vattenfall wollen die Umstellung bis 2030 erreichen und haben bereits über 80.000 elektrische Fahrzeuge auf die Straße gebracht. Der Fortschrittsbericht 2020 der Initiative enthält wertvolle Daten zu den Ergebnissen und Erfahrungen der beteiligten Unternehmen.

Die Britische Regierung ist seit 2019 internationaler Botschafter der EV100-Initiative. Als Vertreterin der Britischen Regierung sprach deshalb Stephanie Edwards, Head of Sector Strategy for International Climate Change, Department for Business Energy and Industrial Strategy, zu Beginn des Webinars ein Grußwort.

Neben den Referentinnen und Referenten nahmen rund 50 Personen am Webinar teil, hauptsächlich Vertreter und Vertreterinnen von Unternehmen mit größeren Fuhrparks. Das Webinar fand überwiegend auf Deutsch statt, mit einzelnen Passagen auf Englisch. Der Präsentationsblock dauert etwa 40 Minuten. Die abschließende Runde mit Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist nicht dokumentiert.